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[Exhibition] Open Park Haus, ZK/U, Berlin

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Quelle: https://www.zku-berlin.org/timeline/open-park-haus/

18 Jun 2020 | 20:00

ZK/U BerlinSiemensstr. 27, 10551, Berlin, Germany

Strange times call for new and experimental formats - so here comes the OPEN PARK HAUS on June 18th in the Stadtgarten Moabit with extensions to ZK/U’s terraces. ZK/U shares fresh air, lots of space for distance, works and research by our artists in residence and other groups involved in the PARK. The audience is invited to explore installations, screenings and interventions and to ask the oracle about our uncertain futures. 

Since strange times also call for strange measures, registration for this event is absolutely mandatory. This can be done on the following form: https://forms.gle/ktx89icCVZvABLdM9. Further information about rules regarding hygiene, increased distance between participants and more will follow shortly.

All data collected will be treated as highly confidential and will be deleted after the mandatory 4 weeks according to German regulation.

[Exhibition] Wache, Haus am Dom - Mainzer Dom / Mainz Cathedral, Mainz, Germany

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Wache, Haus am Dom - Mainzer Dom / Mainz Cathedral, Mainz, Germany

Ani Barseghyan, Laetitia Eskens, Martina Lang, Theresa Lawrenz, Mona Leiss, Lilian Maxin, Hyunju Oh und Lena Sielaff

WACHE

In der Kooperationsausstellung der Kunsthochschule an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz und des Bistums Mainz, Erbacher Hof, werden Arbeiten von Studierenden aus den künstlerischen Klassen von Parastou Forouhar, Sabine Groß, Shannon Bool und Martin Schwenk an der Kunsthochschule gezeigt, die verschiedene Bezüge zum Innen und Außen des Hauses am Dom thematisieren.

Vernissage

Datum: Freitag, den 6. März 2020 um 19:00 Uhr
Begrüßung:
Dr. Felicitas Janson, Studienleiterin an der Akademie des Bistums Mainz, Erbacher Hof
Dr. Martin Henatsch, Rektor der Kunsthochschule Mainz
Einführung: Dr. Justus Jonas, Kunsthochschule Mainz
Rahmenprogramm: musikalische Begleitung

Wachablösung

am 31.03.2020 um 19 Uhr
Ein Erfahrungsaustausch zweier Akademien

Ausstellung

Dauer: 07.03. bis 03.04.2020
Öffnungszeiten: sonntags 13–20 Uhr
Kurator: Dr. Justus Jonas, Kunsthochschule Mainz
Download: Flyer

Ausstellungsort

Haus am Dom
Liebfrauenplatz 8
55116 Mainz / Rheinhessen

[Exhibition & Press] Klangkunst / Sound Art, Rose garden, Johannes Gutenberg University Mainz, Mainz, Germany

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Klangkunst / Sound Art, Rose garden, Johannes Gutenberg University Mainz, Mainz, Germany

Source: https://www.allgemeine-zeitung.de/lokales/mainz/nachrichten-mainz/gutenberg-sound-art-academy-in-mainz_20381920#

„Gutenberg Sound Art Academy“ in Mainz

Vibrationen unter der Monstera, persische Gedichte oder Wassertropfen auf Silberschalen: Zum ersten Mal steht derzeit die Klangkunst im Zentrum eines Symposiums.

Von Marianne Hoffmann

MAINZ - Inmitten eines überdimensionierten Glaskastens auf dem Gelände der Johannes Gutenberg-Universität (JGU) steht eine in deutschen Haushalten beliebte und seit einiger Zeit auch bei jungen Leuten sehr hippe Grünpflanze: ein Philodendron, genauer eine Monstera oder auch Fensterblatt.

An einigen Blättern sind Sensoren befestigt. Im Raum vibriert es. Dieser Vibrationston geht von zwölf Stühlen aus, die unter dem Philodendron aufgereiht sind.

Sonst gibt es nichts zu sehen in der „Schule des Sehens“, die diesen großartigen Glaspavillon verwaltet. Die „Schule des Sehens“ hat der Hochschule für Musik Platz gemacht, und die ungewöhnlichen Installationen stammen von der New Yorker Künstlerin und Dozentin Miya Masaoka. Sie richtet mit Bernhard Leitner und Peter Kiefer zusammen das Symposium „Gutenberg Sound Art Academy“ kurz „Gusac“ aus, das mit einer Ausstellung startet und zum ersten Mal der Klangkunst in Mainz Raum bietet.

Seit einigen Jahren existiert der Studiengang „Klangkunst“ an der JGU. Studenten, Dozenten und Meister haben einen Soundteppich an unterschiedlichen Plätzen, beginnend in der Schule des Sehens bis hin zur Hochschule für Musik, gelegt. Miya Masaokas Installation der „Vaginated chairs, 2018“ werden schon eifrig benutzt und dienen der Entspannung durch Vibration, während „I am a plant, 2019“ von Besuchern sanft befühlt wird. Die vernetzten Blätter schicken Sound bei Berührung in den Raum. Die Installation „Vaginated chairs“ wurde im Moma PS1 in New York ausgestellt, einer Stadt, die neben London, Berlin oder Köln schon lange der Klangkunst huldigt. Im Klangkunst-Weg am Rosengarten, der unterschiedlichen Soundkunsttücken ein Zuhause gibt, hat als erste Station der Mexikaner Wingel Perez Mendoza das Geheimnis der Rose in Sound verwandelt. Weiter lauscht man den persischen Gedichten, die Anahita Ghasemi Nahab von ihrem Vater lesen lässt, oder Wassertropfen, die auf silberne Schalen und Spiegel treffen – die Silbertabletts wurden leider nach dem Aufbau gestohlen. Christopher Dahm erzeugt so Klang in unterschiedlichen Höhen und Tiefen.

Hyunju Oh aus Korea zeigt mit ihrer Textarbeit „Grow“, dass auch Schweigen Klang sein kann, man muss nur genau hinhören. Die Sprache Europas hat Peter Kiefer durch die äußersten Punkte Europas eingefangen, indem er den Wellenklang der sie umgebenden Meere abspielt. Ein Sound, der Urlaub pur ist, Sehnsüchte weckt und Europa ins Herz transportiert. Die Fortsetzung findet sich auf allen Etagen der Hochschule für Musik.

[Press] In the German selection for ISCM (International Society for Contemporary Music) World Music Days 2020, Germany

In the German selection for ISCM (International Society for Contemporary Music) World Music Days 2020, Germany

Source: https://musikderzeit.de/news/

Die deutsche Jury für die Weltmusiktage 2020 in Neuseeland hat je eine Komposition der folgenden sechs KomponistInnen ausgewählt, die nun der internationalen Jury vorschlagen werden: von Peter Gahn, Kai Kobayashi, Hyunju Oh, Charlotte Seither, Hans Thomalla und Po-Wei Tseng. Wobei laut Regelwerk der ISCM mindestens eines der Werke aufgeführt wird. Jurymitglieder für die Auswahl waren Sarah Nemtsov, Cornelia Bend und Sabine Akiko Ahrend.

[Exhibition & Press] Masters - Die Fünfte, Atelierhaus am Anscharpark, Kiel, Germany

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Masters - Die Fünfte, Atelierhaus am Anscharpark, Kiel, Germany

Source: https://www.kn-online.de/Nachrichten/Kultur/Masters-die-Fuenfte-Muthesius-Abvsolventen-im-Atelierhaus

Wo Trümmer seufzen

„Masters – Die Fünfte“ - schon der Ausstellungstitel verweist auf eine gewisse Tradition. Zum Ende des Sommersemesters präsentiert die Muthesius Kunsthochschule erneut Werke der Absolventen des Master-Studiengangs der Freien Kunst.

Von Sabine Tholund

Kiel. Und wieder hat Thomas Judisch, selbst Absolvent der Muthesius-Kunsthochschule (2009) sowie der Akademie der Künste in Dresden (2011), die Schau im Atelierhaus im Kieler Anscharpark eingerichtet und mit kreativem Witz geprägt.

Fünfzehn Teilnehmer

Nicht jeder der 15 Ausstellungsteilnehmer wird bei der Eröffnung persönlich anwesend sein. Einige haben Kiel bereits verlassen – wie Fanducong Zeng, der in seine Heimat China zurückgekehrt ist. Leider sind auch seine figurativen Gemälde nur in Gestalt von Postkarten zugegen. In einem Aufsteller im Eingangsbereich aufgebaut, lassen sie an Souvenirs denken: klein aber fein – eine schöne Idee, wenn auch ziemlich unauffällig. Keinesfalls übersehen kann man indes die Installation Blowing von Hyunju Oh aus der Medienklasse. Zerbrochene Ziegelsteine, die aussehen, als wären sie einst Teil eines Gebäudes gewesen, hat sie zu einer imposanten Trümmerlandschaft ausgelegt.

Wunde, Schmerz und Heilung

Aus den Ruinen dringt via Lautsprecher ein Seufzen und Stöhnen, aber auch ein lang anhaltender, erleichterter Atemzug an das Ohr des staunenden Besuchers. Warum? „Die Arbeit handelt von der Beziehung zwischen Wunde, Schmerz und Heilung“, so die Künstlerin. Wer sich darauf einlässt, wird verstehen.

Fragen des Voyeurismus

Auch den Gemälden von Hannah Bittner, die wie Grigori Skrylev ihre Master-Prüfung erst während der laufenden Ausstellung ablegen wird, kann man sich kaum entziehen. In sechs Porträts setzt sie sich mit Fragen des Voyeurismus auseinander. Ihr halbnacktes Modell, das nicht in das Schema üblicher Schönheitsideale passt, starrt dem Betrachter entgegen und kontert so die Rolle der Beobachteten mit einem beinahe aggressivem Selbstbewusstsein. Auf ganz andere Weise im Fokus steht der menschlichen Körper bei Merlin Laumert. Körpersimulationen nennt er seine fünfteilige Fotoserie, die einen geschienten Oberschenkelknochen oder das Modell eines Kiefers unter extremer Gewichtsbelastung zeigt. Die Dummy-Objekte hat der Absolvent der Medienklasse durch dezente Verfremdungen ins Künstlerische übersetzt – die Inszenierung wirft Fragen nach der Sinnhaftigkeit des Dargestellten auf.

Hommage an Lissabon

Rätselhaft erscheint auch die Bodenarbeit von Franziska Stäb. Weiße, zu einem Quadrat geordnete Fliesen hat sie mit sparsam stilisierten Zeichnungen versehen – eine reizvolle Reminiszenz an die Fassadengestaltung und Architektur Lissabons, deren geografische Lage am Tejo die Keramikkünstlerin in ihren Zeichnungen verschlüsselt thematisiert.

Kein schneller inhaltlicher Zugriff

So bleibt dem Besucher in fast allen Fällen der schnelle inhaltliche Zugriff auf die Exponate verwehrt. Und das macht den Charme der Schau aus. Auf den ersten Blick recht handfest wirkt allerdings der pechschwarze Panther, den Vera Kähler im Kesselhaus auf einen pinkfarbenen Läufer gesetzt hat. Das Plüschtier schaut gebannt in einen Halbkreis von Monitoren, die das Fließen von Wasser in unterschiedlichen Geschwindigkeiten zeigen. In einem gescheiten Begleittext erläutert die Künstlerin die Hintergründe der Arbeit. Viel schöner als jede Erklärung ist jedoch der Titel der Installation, die sie Panta Rhei (griechisch für: alles fließt) nennt.

Informationen

Atelierhaus im Anscharpark. Heiligendammer Str. 15. Bis 21. Juli. Fr/Sa 15-18, So 12-18 Uhr

[Exhibition & Press] Was ist wahr / What is true - 2019 Archdiocese of Freiburg Art Prize, St. Bonifatius, Mannheim, Germany

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Was ist wahr / What is true - 2019 Archdiocese of Freiburg Art Prize, St. Bonifatius, Mannheim, Germany

Source: https://www.wochenblatt-reporter.de/mannheim/c-lokales/ziemlich-beste-freunde_a96955

GESPRÄCH MIT STEFANIE KLEINSORGE, WERNER HOLTER UND CLAUDIA JACOBS AM 27. JUNI ÜBER AKTUELLE KUNST IM SAKRALRAUM

"Ziemlich beste Freunde?"

Mannheim. Kann eine Kirche zugleich Gebets- und Ausstellungsraum sein? Wie wirkt Kunst auf die Liturgie und was bedeutet das für die Kunst? Das sind nur einige der Fragen, die die Ausstellung WAS IST WAHR in der Mannheimer St. Bonifatius-Kirche (Friedrich-Ebert-Straße 34) noch bis 7. Juli aufwirft. Daher werden auch genau dort Stefanie Kleinsorge, Leiterin von Port25 Raum für Gegenwartskunst Mannheim, Pater Werner Holter SJ, ehemaliger Leiter der Kulturstation St. Peter in Köln, und Claudia Jacobs, Pfarrgemeinderatsvorsitzende der Kirchengemeinde Mannheim Neckarstadt, diese und weitere Fragen zusammen mit der Kuratorin der Ausstellung Isabelle von Marschall am 27. Juni um 19 Uhr unter dem Motto „Ziemlich beste Freunde? – aktuelle Kunst und Sakralraum“ diskutieren.
Die Ausstellungssituationen in dem Gotteshaus in der Mannheimer Neckarstadt unterscheidet sich fundamental von der, der gerne als „White Cube“ bezeichneten Ausstellungshäuser. Museen oder Galerien bieten in der Regel neutrale Hintergründe für die Kunst, die den einzelnen Arbeiten möglichst viel Raum geben, damit diese ihre spezifischen Eigenheiten entfalten und zugleich ein direktes Gespräch zwischen Betrachter und Kunst ermöglicht wird. Ganz anders ist das in einem Kirchenraum, der von einer wahren Fülle von Zeichen geprägt ist, Zeichen die in der Liturgie und ihren performativen Visualisierungen eine starke Wirkkraft entfalten können.
Sakrale Zeichen als Störfaktoren oder neue Deutungsebenen?
Diese Zeichenhaftigkeit der Liturgie und ihrer bildlichen Elemente, wie Altar, Taufstein oder auch Beichtraum, sind seit Jahrhunderten in ihren Grundelementen unverändert. Sie widersprechen damit jeder Vorstellung von Zeichenhaftigkeit in der Kunst der Moderne, sind aber zugleich über Jahrhunderte hinweg und bis heute prägend für die Entwicklung der Kunst. Sind diese Zeichen „Störfaktoren“ für die Kunst oder eröffnen sie die Möglichkeit zu weiteren Deutungsmöglichkeiten, die sonst nicht zugänglich sind? Verändern sich womöglich die sakralen Zeichen, oder werden sie in Frage gestellt? Und wie geht die Gemeinschaft der Gläubigen mit dieser Intervention in einem ihr vertrauten Raum um?
Die Ausstellungen umfasst die drei mit dem Kunstpreis der ErzdiözeseFreiburg 2019 prämierten Werke sowie alle nominierten Arbeiten. Die
Ausstellung ist täglich von 11 bis 17 Uhr, mittwochs bis 20 Uhr geöffnet. ps

[Exhibition & Press] Was ist wahr / What is true - 2019 Archdiocese of Freiburg Art Prize, Singen Art Museum, Singen, Germany

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Was ist wahr / What is true - 2019 Archdiocese of Freiburg Art Prize, Singen Art Museum, Singen, Germany

Source: https://www.swr.de/swr2/kunst-und-ausstellung/ausstellung-was-ist-wahr-zum-kunstpreis-2019-der-erzdioezese-freiburg-in-singen,article-swr-10668.html

KUNSTPREIS 2019 DER ERZDIÖZESE FREIBURG IN SINGEN

Kunst, die an der Wahrheit zweifeln lässt

Von Barbara Paul


„Was ist wahr?“, lautet die ebenso einfache wie radikale Fragestellung der Erzdiözese Freiburg für ihren „Kunstpreis 2019“. Die Arbeiten von 19 Bewerberinnen und Bewerbern sind in der engeren Wahl und ab dem 27.1. im Kunstmuseum Singen zu sehen. Spannende Kunstwerke, die an der Wahrheit zweifeln lassen.

Was Wahrheit heute überhaupt noch sein kann...

Eine Auswahl aus 914 Arbeiten? Das war eine große Herausforderung. Christoph Bauer, Direktor des Kunstmuseums Singen, war Teil der neunköpfigen Jury, besetzt mit Künstlern, Kunstwissenschaftlern und Theologen.

Wichtig war, sich nicht auf christliche Kunst zu fokussieren, nur weil es sich um den Kunstpreis der Erzdiözese Freiburg handelt, so Christoph Bauer: „Es geht darum einen Dialog herzustellen innerhalb der Gesellschaft, was für uns heute Wahrheit überhaupt noch sein kann.“

19 Arbeiten in der engeren Wahl für den Kunstpreis

19 Arbeiten sind in die engere Auswahl für den Preis gekommen sind und werden im Kunstmuseum Singen ausgestellt. Sie zeigen eine vielfältige Auseinandersetzung mit der großen Grundfrage des Lebens.

Von der koreanischen Künstlerin Hyunju Oh ist eine Installation mit Lautsprechern und  Videoprojektion ausgewählt. Links erscheint, unter lautem Donnergetöse, eine Frau, die sich im Büßergestus unentwegt auf die Brust schlägt. Von rechts kommt eine Figur auf sie zu, umarmt sie und versucht sie davon abzuhalten. Auf den Betrachter fällt währenddessen von oben ein Spotlight, er wird so in die Szene einbezogen. Die Frage entsteht, worin die eigene Wahrheit besteht. Wie würde jemand in dieser Situation mit einem anderen umgehen, der sich selbst bestraft?

Fruchtbarer Dialog zwischen Kunst und Kirche

Die für den Kunstpreis der Erzdiözese Freiburg ausgewählten Arbeiten ergeben einen spannenden Kunst-Parcours, weil sie sich ganz im Jetzt und Heute mit dem Wahrheitsbegriff auseinandersetzen. Sie zeigen, wie gewinnbringend es sein kann, wenn sich die Kirche der zeitgenössischen Kunst öffnet.

Für Christoph Bauer eine Notwendigkeit: „Die Künstler sind am Puls der Zeit. Sie sind oft diejenigen, die bestimmte Themen, die in der Luft liegen, früher bemerken. Der Dialog zwischen Kunst der Kirche kann, wenn er auf Augenhöhe stattfindet, kann unglaublich fruchtbar sein.“

[Article] Text for Catalogue - Was ist wahr / What is true - 2019 Archdiocese of Freiburg Art Prize

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EN)

Oh Hyunju, Von -ir (it’s myour fault)

Seemingly contrary actions and feelings occur at the same moment. Beatings and embraces are depicted simultaneously. This is how the complexity of a relationship between two people is to be shown. But we cannot intervene in the rendition. We are merely observers. Is the relationship to God also characterised by this in part contradictory diversity? The Bible already describes both the love and anger of God in close proximty. It is often difficult to bring all these emotions together in our image of God.

Simone Schenkel

Veiled by the contrast between black and white, Hyunju Oh engages with the transition zone of guilt and innocence. The void highlighted between two ropes shows the ‘in-between’. Like in a ‘film noir‘, the person irritated by false perceptions is unable to distinguish between good and evil. This tangible ambiguity shown in the video sequence is intensified by acoustic disturbances. Vibrating ropes move to whooshing sounds that express this felling of anxienty.

Jessica Koppa

DE)

Oh Hyunju, Von -ir (it’s myour fault)

Scheinbar gegensätzliche Handlungen und Gefühle geschehen im selben Augenblick. Schläge und Umarmungen werden simultan dargestellt. Die Komplexität einer Beziehung zwischen zwei Personen soll so abgebildet werden. Wir können in die Darstellung jedoch nicht eingreifen. Wir sind lediglich Beobachter. Kennt die Beziehung zu Gott ebenfalls eine solche, teils widersprüchliche Vielfalt? Bereits die Bibel beschreibt sowohl die Liebe als auch den Zorn Gottes auf engstem Raum. Die Integration all dieser Emotionen in unser Gottesbild bereitet oft Schwierigkeiten.

Simone Schenkel, Theologie

 

In den Kontrast von Schwarz und Weiß gehüllt, widmet sich Hyunju Oh der Übergangszone von Schuld und Unschuld. Die mit Schlaglicht zwischen zwei Seilen präsentierte Leerstelle, zeigt auf das „Dazwischen“. Dem Film Noir ähnelnd, ist der von falschen Wahrnehmungen irritierte Mensch unfähig, Gut von Böse zu unterscheiden. Diese spürbare Doppeldeutigkeit, die in der Videosequenz vorgeführt wird, ist mittels akustischer Irritation intensiviert. Vibrierende Seile bewegen sich zu rauschenden Schallklängen, welche dem Gefühl dieser Beklemmung Ausdruck verleihen.

Jessica Koppa, Kunstgeschichte

Credits:

  • Photo: Marc Doradzillo

[Exhibition & Press] Was ist wahr / What is true - 2019 Archdiocese of Freiburg Art Prize, Morat Institute for Art and Art Theory, Freiburg, Germany

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Was ist wahr / What is true - 2019 Archdiocese of Freiburg Art Prize, Morat Institute for Art and Art Theory, Freiburg, Germany

Source: https://www.hochrhein-zeitung.de/themen/bildung/16486-kunstwerke-zum-leben-erwecken

„Kunstwerke zum Leben erwecken“

Verfasst von Dr. Michael Hertl | Erzbischöiches Ordinariat am 19. November 2018. Veröffentlicht in Bildung und Kultur

Ausstellungseröffnung zu „WAS IST WAHR“ – Kunstpreis der Erzdiözese Freiburg

Freiburg (pef). Das Morat Institut für Kunst und Kunstwissenschaft Freiburg hat seine Tore zur Ausstellung „WAS IST WAHR“ geöffnet. Bis zum 13.01.2019 (samstags und sonntags jeweils von 10-18 Uhr) präsentieren 19 Künstlerinnen und Künstler ihre Werke, die für den Kunstpreis der Erzdiözese Freiburg 2019 nominiert sind. Workshops, musikalische Führungen, ein Familiennachmittag sowie eine Filmvorführung runden das Ausstellungsprogramm ab.

Die Ausstellung zeigt Werke aus der Perspektive der empirischen Wissenschaften, der Religion, der Ethik und aus aktuellen Positionen heraus. „Dieses Mal geht es um ein Thema, das sehr offen ist, das durchaus auch die Kunst und die Religion in ihren eigenen Denitionen und Grundsätzen betrifft“, sagt Dr. Isabelle von Marschall, Kuratorin des Kunstpreises. „Für mich ist es immer sehr aufregend, wenn die Arbeiten aufgebaut werden“, so von Marschall weiter, „wenn man sieht, wie sie sozusagen zum Leben erweckt werden, aus den Kisten kommen und plötzlich an den Wänden hängen und anfangen zu strahlen und Dinge zu bewirken. Das ist für mich als Kuratorin natürlich extrem faszinierend und da freue ich mich die nächsten zwei Monate sehr darauf.“

Die für den Kunstpreis nominierten Arbeiten werden im Morat-Institut in Freiburg (18.11.2019 bis 13.01.2019), im Kunstmuseum Singen (27.01. bis 31.03.2019) zu sehen sein und werden anschließend in den Norden weiterreisen in die Metropolregion Rhein-Neckar. Im Juni 2019 wird der Kunstpreis durch Erzbischof Stephan Burger verliehen.

19 nominierte Künstlerinnen und Künstler

Carola Faller-Barris, Freiburg | Sabrina Fuchs, Stuttgart | Andrea Hess, Freiburg | Jonas Hohnke, Wuppertal | Marianne Hopf, Lahr | Tara Mahapatra, Berlin | Agnes Märkel, Karlsruhe | Hyunju Oh, Berlin | Micha Payer und Martin Gabriel, Wien | Alexander Peterhaensel, Berlin | Chris Popovic, Staufen | Ilka Raupach, Schwielowsee | Meike Redeker, Northeim | Alexander Rex, Halle | Michael Rieken, Bremen | Florian Schwarz, Radolfzell | Daniela Takeva, Leipzig | Petra Weifenbach, Köln | Anna Witt, Dorfen

[Exhibition & Press] RFLXN 06 - State exhibition for photography in Schleswig Holstein, Stadtgalerie im Elbeforum Brunsbüttel (Brunsbüttel Art Museum), Brunsbüttel, Germany

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RFLXN 06 - State exhibition for photography in Schleswig Holstein, Stadtgalerie im Elbeforum Brunsbüttel (Brunsbüttel Art Museum), Brunsbüttel, Germany

Quelle: https://kunstaspekte.art/event/rflxn-06

RFLXN 06
Foto-Reflexionen 06 | Landesausstellung für Fotografie in Schleswig-Holstein
19.08.2018 - 09.12.2018
Eröffnung am: 19.08.2018 15:00 Uhr

Künstler:
Johannes M. Bienemann, Anja Bohnhof, Birgit Bornemann, Johann Clausen, Bernhard G. Lehmann, Jürgen Danker, Mario Fox, Leoni Marie Hübner, Fred Hüning, Katrin Jaquet, Jakob Johannsen, Jan Klose-Brüdern, Markus Klingenhäger, Marie-Luise Liebe, Hyunju Oh, Franziska Ostermann, Peter Rathmann, Stephan Schakulat, Rainer Stark, Evelyn Steinmetz, Wolfgang Wehrmeier, Arne Wesenberg

Kuratoren:
Angeline Schube-Focke M.A., Silke Eikermann-Moseberg M.A.

Im sechsten Austragungsjahr sind die Foto-Reflexionen nach 14 Jahren wieder zu Gast in der Stadtgalerie im Elbeforum Brunsbüttel. Die Ausstellung bietet Gelegenheit für spannende Einblicke in die aktuelle Fotoszene Schleswig-Holsteins. Bei der Landesschau für Fotografie handelt es sich um eine jurierte Leistungsschau der besten, überwiegend professionell arbeitenden und künstlerisch ausgerichteten Fotografinnen und Fotografen, die mit Schleswig-Holstein auf besondere Art und Weise verbunden sind. Für die Teilnahme am Wettbewerb sollten Serien mit mindestens sechs und höchstens zehn Fotografien eingereicht werden, es gab keine thematischen und technischen Vorgaben. Einzig der konzeptionelle Hintergrund und die Intention der Arbeiten sollten in kurzen Texten erläutert werden. Aus den 75 eingereichten Serien mit 614 Fotografien wählte eine hochkarätig besetzte Jury insgesamt 168 Werke von 21 Künstlerinnen und Künstlern aus. Mitglieder der Jury waren: Dr. Dörte Beier (Direktorin Stadtmuseum Schleswig), Denis Brudna (Herausgeber Photonews, Hamburg, in Vertretung für Anna Gripp), Silke Eikermann-Moseberg M.A. (Leiterin Stadtgalerie im Elbeforum Brunsbüttel), Dr. Peter Kruska (Direktor Stadtgalerie Kiel) und Peggy Stahnke (Jurypreisträgerin RFLXN 05). Die Arbeiten in der Ausstellung reichen von analoger und digitaler Fotografie über experimentelle Positionen und Installationen bis hin zur klassischen Reportage. Durch das Nebeneinander der nicht nur in technischer, sondern auch in thematischer Hinsicht vielfältigen Positionen kommt das breite Spektrum der Fotografie-Landschaft Schleswig-Holsteins auf besondere Weise zur Geltung. Ein besonderes Highlight ist die Vergabe des mit 1.000 Euro dotierten Jurypreises. Mit diesem Preis soll eine qualitativ herausragende zeitgenössische Leistung gewürdigt und der Öffentlichkeit vorgestellt werden. Im Rahmen der sechsten Landesausstellung wird der Jurypreis auf zwei ausgewählte Serie aufgeteilt, die Preisträgerinnen bzw. Preisträger werden im Rahmen der Ausstellungseröffnung am 19. August 2018 bekannt gegeben.

Die Ausstellung wurde organisiert und kuratiert von Angeline Schube-Focke M.A. in Zusammenarbeit mit der Stadtgalerie im Elbeforum.

Zur Ausstellung erscheint ein Katalog.

Wir danken der Sparkassenstiftung Schleswig-Holstein und dem Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur des Landes Schleswig-Holstein für die großzügige finanzielle Unterstützung.

[Exhibition] Ich gleite sachte auf den Grund der Angst, Symposium "Angst & Freiheit" (Fear & Freedom), Muthesius University of Fine Arts and Design, Kiel, Germany

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Ich gleite sachte auf den Grund der Angst, Symposium "Angst & Freiheit" (Fear & Freedom), Muthesius University of Fine Arts and Design, Kiel, Germany

Im Rahmen des interdisziplinären Symposions „Angst & Freiheit“ zeigt die Muthesius Kunsthochschule die Ausstellung „Ich gleite sachte auf den Grund der Angst“.

Mit Arbeiten von Ina Gajewski, Julia Goerke, Jakob Grebert, Judith Kuhlmann, Hyunju Oh, Simon Reich, Jenny Reißmann, Nina Resl, Nilofar Rezai, Detlef Schlagheck, Constantin Schröder, Evelyn Solinski und Ozan Türkyilmaz.

Die Ausstellungseröffnung findet am 29.06. um 18:00 Uhr statt.

Die Veranstaltung findet statt im Kesselhaus der Muthesius Kunsthochschule.
Es spricht die Kuratorin der Ausstellung, Stefanie Klick.

Öffnungszeiten der Ausstellung:

Freitag, 29.06. 18:00 – 22:00Uhr

Samstag, 30.06. 10:00 – 19:30Uhr

Sonntag, 01.07.  12:00 – 18:00Uhr

 


Ort: Muthesius Kunsthochschule; Legienstraße 35, 24103 Kiel
Datum: Freitag, 29.06.2018 – Sonntag, 01.07.2018
Zeit: Ganztägig